Der Report „State of Identity Security 2026“ von Sophos kommt zu dem Ergebnis, dass menschliches Versagen und mangelhaftes Identitätsmanagement bei nicht-menschlichen Akteuren die Hauptursachen für die meisten Angriffe sind, während autonome KI das Risiko weiter erhöht. Die Umfrage zeigt, dass 71 Prozent der Unternehmen (Deutschland: 62 Prozent) im vergangenen Jahr mindestens einen identitätsbezogenen Sicherheitsvorfall erlitten haben, wobei die Organisationen im Durchschnitt drei separate Vorfälle meldeten. Besonders auffällig war die hohe Zahl mehrfach betroffener Unternehmen: 5 Prozent berichten sogar von sechs oder mehr Sicherheitsverletzungen. Diese Angriffe werden hauptsächlich durch menschliche Fehler und ein schwaches Management nicht-menschlicher Identitäten (Non-Human Identities, NHIs) begünstigt – eine Herausforderung, die sich durch agentische KI und die dadurch beschleunigten Angriffsprozesse rasant verschärft.- Daten- und Finanzdiebstahl dominieren die Folgen von Sicherheitsverletzungen: Insgesamt berichten 10 Prozent der Unternehmen von einer identitätsbezogenen Sicherheitsverletzung mit geschäftlichen Auswirkungen im vergangenen Jahr. Die wichtigsten Folgen sind Datendiebstahl (49 Prozent), Ransomware (48 Prozent) und finanzieller Diebstahl (47 Prozent).
- Mangelnde Transparenz bleibt eine kritische Schwachstelle: Nur 24 Prozent der Unternehmen überwachen kontinuierlich ungewöhnliche Anmeldeversuche, während mehr als die Hälfte entsprechende Prüfungen nur vierteljährlich oder noch seltener durchführen.
- Erkennungslücken bestehen weiterhin: 14 Prozent der betroffenen Unternehmen (Deutschland: 17,4 Prozent) können ihren schwerwiegendsten identitätsbasierten Angriff nicht erkennen und stoppen, bevor Schaden entsteht. Kleinere Unternehmen (100–250 Mitarbeitende) versagen bei der Angriffserkennung nahezu doppelt so häufig wie mittelgroße Unternehmen.
- Kritische Infrastrukturen sind besonders gefährdet: Unternehmen aus den Bereichen Energie, Öl/Gas und Versorgungswirtschaft (80 Prozent) sowie Bundes- und Zentralbehörden (78 Prozent) melden die höchsten Sicherheitsverletzungsraten aller untersuchten Branchen.
- Compliance-Probleme deuten auf ein erhöhtes Gesamtrisiko hin: Unternehmen, die Compliance-Anforderungen als sehr herausfordernd empfinden, verzeichnen eine Sicherheitsverletzungsrate von 82,4 Prozent. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als bei Unternehmen mit geringeren Compliance-Schwierigkeiten (68,3 Prozent).











