Bei der Untersuchung eines noch unbekannten Advanced-Persistence-Threats (APT) identifizierten Kaspersky-Forscher eine neue Malware, die mehrere wichtige Attribute aufweist, die potenziell auf eine Verbindung zum Bedrohungsakteur „DarkHalo“ hinweist, der für den Sunburst-Angriff verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um einen der auswirkungsreichsten Supply-Chain-Attacken der vergangenen Jahre.- .Genau wie Sunshuttle wurde Tomiris in der Programmiersprache Go entwickelt.
- Beide Backdoors nutzen ein einziges Verschlüsselungs-/Verschleierungsschema, um sowohl Konfigurationen als auch Netzwerkverkehr zu kodieren.
- Beide stützen sich auf geplante Aufgaben, um ihre Aktivitäten zu verbergen, und verwenden Zufälligkeiten und Sleep-Delays.
- Der Workflow beider Programme, insbesondere die Art und Weise, wie die Features in Funktionen aufgeteilt sind, ähnelt sich so sehr, dass die Kaspersky-Analysten vermuten, dass dies auf gemeinsame Entwicklungspraktiken hindeuten könnte.
- Sowohl in Tomiris („isRunned“) als auch in Sunshuttle („EXECED“ statt „executed“) wurden Fehler im Englischen gefunden. Dies deutet darauf hin, dass beide Schadprogramme von Personen erstellt wurden, deren Muttersprache nicht Englisch ist. Es ist allgemein bekannt, dass der Darkhalo-Akteur russisch spricht.
- Die Tomiris-Backdoor wurde in Netzwerken entdeckt, in denen weitere Rechner mit Kazuar infiziert waren – eben jene Backdoor, die für ihre Code-Überschneidungen mit der Sunburst-Backdoor bekannt ist.









