Palaver mit Starface zu SIP-Trunks

woman-96108_1920SIP ist nicht gleich SIP und dies gilt auch für den SIP-Trunk, der den ISDN-Anlagenanschluss schnellstens ersetzen soll. Netzpalaver sprach mit Christoph Scheuermann von Starface über die unterschiedliche Auslegung des Begriffs SIP-Trunk, dessen wichtigsten Eigenschaften, Voraussetzungen, Optionen sowie spezifische Offerten samt USPs des angebotenen SIP-Trunks.

 

Netzpalaver: Wie definieren Sie den Terminus SIP-Trunk?

Christoph Scheuermann, bei Starface für die Vermarktung der Cloud-Produkte verantwortlich
Christoph Scheuermann, bei Starface für die Vermarktung der Cloud-Produkte verantwortlich

Christoph Scheuermann: Mit einem SIP-Trunk wird eine Telefonanlage über das Internet an das Telefonnetz angeschlossen. Ein Nutzer einer modernen VoIP-Telefonanlage kann diese somit über den eigenen Internetanschluss mit dem öffentlichen Telefonnetz verbinden und so vollwertige Festnetztelefonie ohne separate Leitungen nutzen. Ein SIP-Trunk kann eine unterschiedliche Anzahl von Sprachkanälen (oder Leitungen) haben. Die Rufnummern und deren Anzahl sind wiederum davon unabhängig.

 

Netzpalaver: Der SIP-Trunk setzt auf der Verbindungsebene oberhalb des IP-Protokolls an. Welche Netz-Infrastrukturen unterstützt der von Ihnen offerierte SIP-Trunk?

Christoph Scheuermann: Das Besondere unseres SIP-Trunks „Starface Connect“ ist, dass dieser für die Zusammenarbeit mit Starface-Telefonanlagen optimiert ist und auch nur in Verbindung mit diesen funktioniert. Wenn also eine Starface-PBX als Appliance betrieben wird, nutzt Connect die vorhandene Netzwerkinfrastruktur und Internetverbindung der Anlage. Wird die TK-Anlage als Cloud-Service in unseren Rechenzentren gebucht, erfolgen die Gespräche über die dortige Internetleitung.

 

Netzpalaver: Lässt sich der SIP-Trunk zudem redundant und Carrier-neutral auslegen?

Christoph Scheuermann: Starface-Telefonanlagen können mit einer Vielzahl von verschiedenen SIP-Trunks verbunden werden. Auf siptrunk.de stellen wir alle für Starface-Anlagen zertifizierten SIP-Trunks übersichtlich mit den wichtigsten Merkmalen sowie den von uns gemessenen Verfügbarkeiten dar. Starface stellt außerdem mit Starface-Connect einen eigenen SIP-Trunk zur Verfügung. Dieser ist bereits vorkonfiguriert und kann deshalb ganz einfach in wenigen Minuten aktiviert werden. Wir arbeiten hier im Hintergrund mit verschiedenen Carriern zusammen, um eine bestmögliche Qualität bieten zu können.

 

Netzpalaver: Wie viele Kanäle unterstützt der SIP-Trunk, wie viele Gespräche sind parallel möglich und wie werden die Kosten der Telefonie über den SIP-Trunk abgerechnet?

Christoph Scheuermann: Starface-Connect bietet bis zu 60 Sprachkanäle, so dass ebenso viele Gespräche parallel geführt werden können. Diese werden kostenlos bereitgestellt. Abgerechnet werden nur hierüber ausgehende Gespräche. Der Preis für eine Minute in das deutsche Festnetz liegt beispielsweise bei 0,9 Cent pro Minute (60/60).

Hinzu können über das Kundenportal attraktive Minutenpakete, die für alle Benutzer der Telefonanlage gelten, oder auch Rufnummern gebucht werden. Über diese Leistungen erhalten unsere Kunden monatlich eine übersichtliche Rechnung.

 

Netzpalaver: Was gilt es zu beachten, wenn man die bisherige klassische Telefonanlage weiterhin betreiben möchte? 

Christoph Scheuermann: Sofern man bereits eine Starface-Telefonanlage verwendet, gibt es wenig zu beachten. Anwender können SIP-Trunks einfach zusätzlich zu dem ISDN-Anschluss frei schalten und dann beispielsweise alle ausgehenden Telefonate darüber führen und so von günstigeren Tarifen profitieren. Bei Starface-Connect kann dabei sogar die bisherige Telefonnummer signalisiert werden, so dass diese Umstellung völlig unauffällig erfolgt.

Da ISDN in Zukunft abgeschaltet werden wird, sollten dann jedoch über kurz oder lang die vorhandenen Rufnummern auf den SIP-Trunk portiert werden. Wir empfehlen, den Portierungsantrag möglichst frühzeitig zu stellen, um eine reibungslose Nummernübertragung zu gewährleisten.

Müssen vom Anwenderunternehmen häufig Sonderrufnummern wie beispielsweise 0900er-Nummern angerufen werden, empfiehlt sich ein genauer Blick in die Preislisten der verschiedenen Anbieter. Diese werden nämlich nur von wenigen SIP-Trunks unterstützt.

Ebenso empfiehlt sich eine genaue Analyse der Anforderungen, wenn Aufzugs-, Hausnotrufe oder ähnliche System mit der Telefonanlage verbunden sind. Da die SIP-Trunk-Telefonate über den Internetanschluss geleitet werden, ist dessen Ausfallsicherheit entscheidend und kann normalerweise bei Stromausfall nicht mehr genutzt werden.

 

Netzpalaver: Welche Sicherheitsmerkmale unterstützt der SIP-Trunk beziehungsweise welche Ergänzungen sind für die sichere Kommunikation notwendig? 

Christoph Scheuermann: Starface verschlüsselt automatisch sämtliche Gespräche, die über Starface-Connect geführt werden, mittels SRTP und TLS. Da auch der Starface-UCC-Client Gespräche hierauf aufsetzt, ist ein Abhörschutz der Gespräche innerhalb unseres Netzes ohne zusätzliche Konfigurationen gewährleistet.

Eine weitere Besonderheit von Starface-Connect ist, dass dieser nur in Verbindung mit einer Starface-Telefonanlage genutzt werden kann. So können nur bereits registrierte Teilnehmer der Telefonanlage den SIP Trunk nutzen.

 

Netzpalaver: Auf was sollte ein potenzieller Kunde bei der Auswahl eines SIP-Trunks zusätzlich achten?

Christoph Scheuermann: Es empfiehlt sich, einen Provider zu wählen, der alle Anforderungen erfüllt, aber den Kunden nach Möglichkeit noch die Freiheit lässt, bestimmte Leistungen über andere Provider parallel zu beziehen. Dies ist beispielsweise bei den integrierten Angeboten von PBX- und SIP-Trunks meistens nicht möglich. Hier ist der SIP-Trunk fest integriert und kann nicht durch andere Angebote ergänzt werden.

Wir empfehlen außerdem eine standardmäßige Verschlüsselung aller Gespräche. CLIP-No-Screening wiederum ist sinnvoll, um auch ohne Rufnummernumstellungen über andere Leitungen telefonieren und so günstigere Tarife nutzen zu können.

Weiterhin sollten zusätzliche Rufnummern und Sprachkanäle, wenn die Anzahl der Leitungen nicht ausreichen sollte, einfach und schnell zubuchbar sein (am besten im Selfservice-Kundencenter, um Wartezeiten an der Hotline und Papierkram zu vermeiden). Ferner sollte der SIP Trunk über eine Zertifizierung des TK-Anlagenherstellers verfügen. So wird sicher gestellt, dass der Siptrunk einfach konfiguriert werden kann und optimal mit der Anlage zusammenarbeitet (insbesondere hinsichtlich Gesprächsqualität). Starface hat dazu eigens ein Portal erstellt, das einen Überblick über die Leistungen der von Starface-zertifizierten Provider gibt: www.siptrunk.de

 

Highlights des SIP-Trunks von Starface: 

Jeder neue Kunde erhält bei Starface-Connect zunächst automatisch einen Call-by-Call-Tarif inklusive bis 1.000 Freiminuten für alle deutschen Netze innerhalb der ersten 30 Tage. Kosten entstehen nur, wenn über Connect ausgehende Gespräche geführt werden. Die Preise liegen bei 0,9 Cent für das deutsche Festnetz beziehungsweise 9,9 Cent pro Minute für deutsche Mobilfunknetze.

Bis zu 48 ProzentRabatt gibt es bei diversen Minutenpaketen. Diese gelten jeweils für einen ganzen Monat und für alle Benutzer der Telefonanlage. Bis zu 60 Sprachkanäle für parallele Telefonate stehen kostenlos zur Verfügung.

Starface-Connect ist in jeder Starface-Telefonanlage bereits vorkonfiguriert und kann so bequem innerhalb weniger Minuten aktiviert werden.

Dank CLIP-No-Screening werden bei ausgehende Gesprächen weiterhin die bisherigen Rufnummern signalisiert, so dass keine Umstellungen notwendig sind.

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