Digicert hat neue Studienergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass KI-bezogene Risiken für Unternehmen bereits Realität werden. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Organisationen gaben an, KI-bezogene Vorfälle erlebt oder Schwachstellen der künstlichen Intelligenz identifiziert zu haben. Das verdeutlicht, vor welchen Herausforderungen Unternehmen stehen, während die Einführung von KI immer schneller voranschreitet.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die meisten Organisationen noch dabei sind, die nötige Governance, Sichtbarkeit und Verantwortlichkeit aufzubauen, um künstliche Intelligenz wirksam zu steuern. Fast die Hälfte verfügt über keine zentrale Sichtbarkeit ihrer KI-Systeme und deren Aktivität, obwohl 75 Prozent der Organisationen in den letzten sechs Monaten vier oder mehr KI-gestützte Systeme in Betrieb genommen haben.
Lücken in der KI-Governance während die Einführung von künstlicher Intelligenz weiter Fahrt aufnimmt
„Die Frage ist nicht länger, ob Unternehmen KI einführen sollten. Sie lautet, ob sie die bereits eingesetzte KI erklären, steuern und ihr vertrauen können“, sagt Brian Trzupek, Senior Vice President bei Digicert. „Diese Fähigkeiten werden zunehmend darüber entscheiden, welche Organisationen KI sicher skalieren können und welche mit den daraus entstehenden Risiken kämpfen.“
Während KI-Governance rasch zum Thema auf Vorstandsebene geworden ist – 90 Prozent der Organisationen diskutieren es auf Führungs- oder Vorstandsebene – haben erst die Hälfte formale KI-Governance-Programme etabliert. Dennoch beginnen Unternehmen zu reagieren: 57 Prozent haben eigene Budgets für die Absicherung von KI-Systemen eingerichtet, und knapp die Hälfte hat allen KI-Agenten, die in ihrer Umgebung aktiv sind, eindeutige digitale Identitäten zugewiesen. Das spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass KI-Systeme dieselbe Aufsicht und Verantwortlichkeit erfordern wie andere kritische Unternehmens-Assets.
Weitere Ergebnisse:
- Knapp 90 Prozent der Organisationen haben ihre KI-bezogenen Haftungsrisiken bewertet, während sie sich auf zunehmende regulatorische und Compliance-Anforderungen vorbereiten.
- 86 Prozent haben formale oder informelle Prozesse etabliert, um Zugriff oder Vertrauen zu entziehen, wenn Systeme der künstlichen Intelligenz kompromittiert werden.
- Vier von zehn Organisationen haben zumindest einigen KI-Agenten eindeutige digitale Identitäten zugewiesen, was den wachsenden Fokus auf die Steuerung nicht-menschlicher Akteure verdeutlicht.
- 47 Prozent können Entscheidungen der künstlichen Intelligenz nicht vollständig auf die Modelle und Quelldaten zurückführen, die sie hervorgebracht haben, was ihre Fähigkeit einschränkt zu verstehen, wie KI-Systeme zu Entscheidungen und Ergebnissen gelangen.
Info: Methodik der Digicert-Studie
Die Ergebnisse basieren auf einer unabhängigen Umfrage, die Propeller Insights im Mai 2026 im Auftrag von Digicert durchgeführt hat. Für die Studie wurden 1.001 Entscheidungsträger aus den Bereichen IT und Cybersicherheit in den USA, Großbritannien und Australien befragt. Der Digicert-AI-Trust-Outlook findet sich hier:
https://www.digicert.com/content/dam/digicert/pdfs/report/ai-trust-pulse.pdf
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