Keeper Security weist heute auf eine erhebliche Lücke in der Governance hin: Unternehmen weiten den Einsatz von KI-gesteuerten und nicht-menschlichen Identitäten aus, ohne über die erforderlichen Kontrollmechanismen zu verfügen, um deren Sicherheit zu gewährleisten. Erkenntnisse aus einer Umfrage unter Cybersicherheitsexperten auf der Infosecurity Europe 2026 in London zeigen, dass KI-Agenten und nicht-menschliche Identitäten mittlerweile fest in Unternehmensumgebungen verankert sind, die zu deren Verwaltung konzipierten Governance-Strukturen jedoch hinterherhinken.
Die Infosecurity Europe ist eine der weltweit bedeutendsten Konferenzen zum Thema Informationssicherheit und lockt jedes Jahr Tausende von Praktikern, CISOs und Sicherheitsexperten nach London. Im Rahmen einer von Keeper auf der Konferenz bei 86 Teilnehmern durchgeführten Umfrage ergab einen Einblick in die Praxis, wie europäische Sicherheitsorganisationen mit der Governance von nicht-menschlichen Identitäten (NHI, Non Human Identity) und der Sicherheit im Bereich der agentenbasierten KI umgehen.
Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) berichteten, dass KI-Agenten oder KI-gestützte Tools in ihren Unternehmen als privilegierte Identitäten existieren. Allerdings gaben nur 15 Prozent der Befragten an, einen vollständigen Überblick über NHIs in Cloud-, Onpremise- und SaaS-Umgebungen zu haben. Fast zwei Drittel (65 Prozent) bezeichneten den mangelnden Überblick über KI, Automatisierung und den Zugriff von Maschinen als ihr größtes Risiko.
Zudem halten die Verwaltungsstrukturen nicht mit dem Ausmaß der eingeführten KI Schritt. Nur 14 Prozent der Unternehmen verwalten ihre NHIs über eine einzige, zentralisierte Plattform. Die Mehrheit nutzt mehrere Tools – 39 Prozent mit unklarer oder geteilter Zuständigkeit und 33 Prozent mit klarer Zuständigkeit. Das führt zu uneinheitlichen Richtlinien und einer fragmentierten Kontrolle. Auf die Frage, ob KI-Agenten aktiv als privilegierte Identitäten verwaltet werden, gaben nur 21 Prozent an, dies konsequent zu tun. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) verwaltet KI-Tools nur in bestimmten Fällen oder begrenzten Anwendungsfällen, während 18 Prozent sie überhaupt nicht als privilegierte Identitäten behandeln.
Diese Lücken haben messbare Folgen. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gab an, in den letzten 12 Monaten einen Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit NHIs oder Zugangsdaten erlebt zu haben; bei 8 Prozent hatte dies erhebliche geschäftliche Auswirkungen. Nur 18 Prozent der Befragten verfügen über eine kontinuierliche, automatisierte Erkennung und Reaktion auf NHI-Aktivitäten. Weitere 35 Prozent führen eine begrenzte Überwachung ausgewählter Systeme durch, und 13 Prozent überwachen NHI-Aktivitäten überhaupt nicht. Übermäßige oder unbefristete Zugriffsrechte wurden von 55 Prozent der Befragten als großes Risiko eingestuft, was auf eine konkrete und behebbare Sicherheitslücke in Umgebungen hindeutet, in denen die Zugriffsrechte nicht kontinuierlich überprüft werden.

„KI-Agenten sind mittlerweile ein zentrales Thema für die Unternehmensinfrastruktur in ganz Europa“, sagt Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security. „Was europäische Unternehmen derzeit zu bewältigen haben, ist keine zukünftige Bedrohung, sondern vielmehr ein Governance-Defizit, das Angreifer bereits jetzt ausnutzen. Die Frage ist nicht mehr, ob in die Sicherung nicht-menschlicher Identitäten investiert werden soll, sondern ob Unternehmen diese Lücke schließen können, bevor diese finanziellen, betrieblichen und rufschädigenden Schaden verursacht.“
Trotz der Lücken in der derzeitigen Praxis ist die Investitionsbereitschaft eindeutig. Fast zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) planen, ihre Investitionen in die Sicherung von NHIs und KI-gestütztem Zugang in den nächsten 12 bis 24 Monaten zu erhöhen, wobei 22 Prozent erhebliche strategische Investitionen und 41 Prozent gezielte, schrittweise Verbesserungen erwarten.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen drei konkrete Lücken auf, die europäische Unternehmen schließen müssen: eine zentralisierte Übersicht über Cloud-, Onpremise- und SaaS-Umgebungen, eine einheitliche Durchsetzung von Richtlinien sowohl für menschliche als auch für nicht-menschliche Identitäten, sowie eine kontinuierliche, automatisierte Überwachung, die KI-gestützte Bedrohungserkennung nutzt, um manuelle Überprüfungen zu reduzieren. „KeeperPAM“ geht diese Risiken direkt an und vereint das Passwortmanagement, das Geheimnismanagement und privilegierte Zugriffskontrollen in einer einzigen Zero-Trust- und Zero-Knowledge-Architektur, die alle Identitäten – sowohl menschliche als auch nicht-menschliche – von einer einzigen Steuerungsebene aus verwaltet.
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