Der Sophos-State-of-Ransomware-Report belegt, dass der Bildungssektor sich gut gegenüber Ransomware-Angriffen aufgestellt hat: 97 Prozent der von Datenverschlüsselung betroffenen Einrichtungen konnten ihre Daten wiederherstellen und Lösegeldzahlungen sanken rapide. Doch der Erfolg hat auch eine Kehrseite: das Personal ist am Limit.Anzeichen von Erfolg gegenüber Ransomware
- Verhindern weiterer Angriffe: Bei der Abwehr von Angriffen bevor Dateien verschlüsselt werden können, melden sowohl weiterführende Schulen als auch Hochschulen ihre höchste Erfolgsquote seit vier Jahren (67 Prozent bzw. 38 Prozent der Angriffe).
- Geringere Lösegeldzahlungen: Im letzten Jahr sanken die Lösegeldforderungen um 73 Prozent (ein durchschnittlicher Rückgang von 2,4 Millionen Euro), während die durchschnittlichen Zahlungen im Primar- und Sekundarschulbereich von 5,1 Millionen Euro auf 682.000 Euro und im Hochschulbereich von 3,4 Millionen Euro auf 395.000 Euro sanken.
- Sinkende Wiederherstellungskosten: Abgesehen von Lösegeldzahlungen sanken die durchschnittlichen Wiederherstellungskosten im Hochschulbereich um 77 Prozent und im Grundschulbereich um 39 Prozent. Trotz dieses Erfolgs meldet der Grundschulbereich die höchsten Wiederherstellungskosten aller untersuchten Branchen.
Klassische Sicherheitslücken weiter im Fokus
Weitere Erkenntnisse der Studie „State of Ransomware in Education“:
- Wertvolle Daten: Hochschuleinrichtungen, die über KI-Forschungsdaten und große Sprachmodell-Datensätze verfügen, bleiben ein bevorzugtes Ziel, wobei ausgenutzte Schwachstellen (35 Prozent) und Sicherheitslücken, die dem Anbieter nicht bekannt waren (45 Prozent), die wichtigsten Schwachstellen sind, die von Angreifern ausgenutzt wurden.
- Menschliche Opfer: Jede Einrichtung mit verschlüsselten Daten meldete Auswirkungen auf das IT-Personal. Mehr als jeder vierte Mitarbeiter nahm nach einem Angriff Urlaub, fast 40 Prozent geben an, unter erhöhtem Stress zu leiden, und mehr als ein Drittel fühlt sich schuldig, weil sie die Sicherheitsverletzung nicht verhindern konnten.
Konzentration auf die bisherigen Erfolge
- Fokus auf Prävention: Der große Erfolg der Schulen bei der Abwehr von Ransomware-Angriffen bevor die Angreifer Daten verschlüsseln können, liefert eine Blaupause für größere Organisationen des öffentlichen Bereichs. Diese müssen ihre Bemühungen zur Erkennung und Reaktion mit der Prävention von Angriffen verbinden, bevor diese die Organisation gefährden.
- Strategien vereinheitlichen: Bildungseinrichtungen sollten koordinierte Ansätze für ihre weitläufigen IT-Umgebungen verfolgen, um Sichtbarkeitslücken zu schließen und Risiken zu reduzieren, bevor Angreifer diese ausnutzen können.
- Mitarbeiter entlasten: Ransomware stellt eine große Belastung für IT-Teams dar. Schulen können den Druck reduzieren und ihre Kapazitäten erweitern, indem sie mit vertrauenswürdigen Anbietern für Managed Detection and Response (MDR) zusammenarbeiten.
- Reaktion stärken: Selbst mit einer stärkeren Prävention müssen Schulen darauf vorbereitet sein, bei Vorfällen zu reagieren. Sie können sich schneller erholen, indem sie dedizierte Pläne für die Reaktion auf Vorfälle erstellen, Simulationen durchführen, um sich auf reale Szenarien vorzubereiten, und ihre Bereitschaft mit 24/7/365-Diensten wie MDR verbessern.













