Um bei der Nutzung amerikanischer Cloud-Lösungen beim Datenschutz auf Nummer sicher zu gehen, setzen Unternehmen auf Security-Audits, Penetrationstests und Verschlüsselung

Über 86 Prozent der Unternehmen in Deutschland planen derzeit konkrete Maßnahmen, um ihre Daten zu schützen und compliant zu sein. Das hat eine von Techconsult im Auftrag von Eperi durchgeführte Umfrage herausgefunden. Diese hat sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit heute seitens der Unternehmen Maßnahmen ergriffen werden, um bei der Nutzung von US-Cloud-Lösungen die Einhaltung deutscher und europäischer Datenschutzregeln zu garantieren.

 

Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt

Vor dem Hintergrund einer agilen Wirtschaftslandschaft, sich verändernden Rechtssituationen und zunehmender Komplexität der IT-Strukturen in den Unternehmen ist es erfreulich, dass sich das Bewusstsein hinsichtlich des Schutzes sensibler Unternehmensdaten offensichtlich verschärft. In der Techconsult-Umfrage gaben 41,7 Prozent der Unternehmen in Deutschland an, unabhängige Penetrationstests und Security-Audits durchzuführen und 37,4 Prozent setzen auf eine eigene Datenverschlüsselung, deren Kontrolle ausschließlich ihnen selbst obliegt. 7,1 Prozent hoben hervor, allgemeine Datenschutzmaßnahmen zu planen, ohne jedoch konkrete Angaben zur Methodik oder Vorgehensweise zu machen. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Erkenntnis, dass Datenschutz und Compliance von essenzieller Bedeutung für die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens sind, inzwischen angekommen ist.

Auf Penetrationstests und Security-Audits setzen mehrheitlich (60,6 Prozent) vor allem Organisationen mit 2.000 bis 4.900 Mitarbeitenden. Clustert man die Antworten nach den Funktionen der Antwortenden, zeigt sich, dass die IT-Spezialisten mit 46,4 Prozent und die Business-Verantwortlichen mit 37 Prozent auf Audits und Tests vertrauen. Anders ist das Bild, das sich beim Einsatz von Verschlüsselungstechniken zeigt. Auf diese setzen 41, 1 Prozent der Konzerne sowie Unternehmen mit 500 – 1.900 Beschäftigten. Ausgewogener ist hier auch die Einschätzung seitens der Fachleute. Vertreter aus der Business-Fraktion sehen zu 38,6 Prozent und aus der IT-Fraktion zu 36, 1 Prozent in der Verschlüsselung eine gute Möglichkeit, wichtige Unternehmensdaten zu schützen.

 

Unternehmen der kritischen Infrastruktur setzen auf Verschlüsselung

Andreas Steffen, CEO von Eperi

Ein Blick auf die Branchen macht deutlich, dass Verschlüsselung überdurchschnittlich oft in der öffentlichen Verwaltung (43,5 Prozent), dem Banken- & Versicherungswesen (46,5 Prozent) sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen (50 Prozent) zum Einsatz kommt. Andreas Steffen, CEO bei Eperi: „Diese Unternehmen und Organisationen nehmen ihre Verantwortung als Bestandteil der kritischen Infrastruktur unseres Landes offensichtlich überaus ernst. Und sie scheinen zu wissen, dass sie sich mit moderner Verschlüsselungstechnologie unkompliziert und zuverlässig vor den Folgen von Cyberattacken und Datenklau schützen können und zugleich für Compliance sorgen.“ Eine Ausnahme scheint die Energie- und Wasserversorgung zu sein. Hier setzen lediglich 37,5 Prozent auf Verschlüsselung, aber 50 Prozent auf Penetrationstests und Security-Audits.

 

Fazit

Dass sich die Zeiten geändert haben, Angriffe zur täglichen Realität geworden sind und Datenschutz und Compliance mehr als ein Nice-to-have sind, ist in den Unternehmen angekommen. Deshalb setzt die Mehrheit der Unternehmen auf zeitgemäße Methoden und Technologien, die ihnen helfen, ihre sensiblen Daten und Prozesse zu schützen.

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