So starten Uni-Spin-offs mit digitaler Kundenbindung durch

Es tut sich etwas in der Stadt Göttingen: Zwischen historischen Laboren und modernen Coworking-Flächen entsteht dort gerade eine Gründerszene, die weit über die Region hinaus auf sich aufmerksam macht. Vor allem rund um das Sartorius-Quartier und die Universität übersetzen junge Deep-Tech-Unternehmen wissenschaftliche Spitzenleistungen in marktfähige Produkte. Doch auch hier erweist sich der Weg von der Forschung zum zahlenden Kunden manchmal als steinig. Bei knappen Budgets und erklärungsbedürftigen Technologien braucht Reichweite daher kluge digitale Strategien – die sich erstaunlich einfach realisieren lassen.

 

Die Gründerszene ist optimal vernetzt

Networking ist keine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Dynamik, erweist sich aber gerade hier als kraftvoller Hebel – zumal durch die bereits entstandene Infrastruktur. Seit Januar 2022 bietet die Life Science Factory im Göttinger Sartorius-Quartier vollausgestattete Laborflächen, Coworking-Plätze und eine eigene Prototyping-Werkstatt. Und für neue Ideen ist der Himmel die Grenze: Im „StartupSpace“ an der historischen Sternwarte begleitet der Transfer & Startup Hub der Georg-August-Universität Gründungsinteressierte in der Vorgründungsphase. Auf Wunsch beziehungsweise bei Bedarf beginnt hier bereits die Verzahnung mit der GWG Göttingen, den Hochschulen sowie Wirtschaft und Politik. Ein gutes Marketing ist das ergänzende Puzzleteil für den Weg zum Erfolg.

 

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck

Wer sich über ein Startup oder ein neues Projekt informieren will, klickt sich durchs Netz. Sichtbare Präsenz in der Social Media ist dabei unverzichtbar, noch wichtiger ist und bleibt aber die im Browser aufrufbare Website. Die erscheint vielen Entrepreneuren zunächst als gewaltiges Hindernis, doch schon auf den zweiten Blick entpuppt es sich als Scheinriese: Man kann binnen weniger Stunden eine Landing-Page erstellen, die einen soliden Grundstein für die ersten Kunden darstellt. Im Bedarfsfall öffnet sie sogar wichtige Türen für Investorengespräche.

Der Clou dabei? Während die Startseite einer klassischen Homepage sehr viele Zielgruppen gleichzeitig anspricht und in die verschiedensten Richtungen ausufert, bleibt die Landing-Page beim Wesentlichen. Und das überzeugt: Fokussierte Seiten dieser Art erreichen im B2B-Umfeld deutlich höhere Konversionsraten als die allgemein gehaltenen Webauftritte. Nicht wenige Besucher der Site werden aktiv, indem sie sich beispielsweise für einen Newsletter anmelden.

 

Individuelle Kontaktpflege lässt sich automatisieren

Man könnte denken, dass mit neu gewonnenen Interessenten die Arbeit erst losgeht. Das muss aber nicht sein, wenn man sich für eine E-Mail-Marketing-Automation entscheidet. Gerade kleine Gründerteams profitieren davon enorm, denn die Software übernimmt genau jene Aufgaben, für die im hektischen Alltag kaum Zeit bleibt. Trägt sich jemand auf der Landingpage ein, verschickt das System automatisch eine vordefinierte Abfolge von Nachrichten. Üblich sind zum Beispiel

  • die Willkommensmail,
  • gefolgt von der Einladung zu einem Webinar,
  • bevor die dritte Nachricht ein Whitepaper oder einen Technologiereport mitbringt.
  • Und vielleicht lädt eine vierte Mail anschließend an den Stand des Unternehmens auf der Fachmesse ein.

All dies geschieht natürlich im Verlauf von Monaten, macht aber oft den entscheidenden Unterschied. Denn so bleibt man in Erinnerung – und sichert sich oft nicht nur einen ersten Auftrag, sondern baut eine langfristig bestehende Kundenbeziehung auf.

 

Online-Marketing schafft Aufmerksamkeit

Dass sich all diese Mühe lohnt, zeigt der Blick auf jene Betriebe, die den Sprung bereits geschafft haben. Wer heute zu Göttingens Besten zählt, hat oft klein angefangen – also mit einer klaren Idee, einem knappen Budget und dem Mut, analoge wie digitale Wege zu beschreiten. Die Kombination aus fokussierter Landingpage und automatisierter Kommunikation verschafft gerade Neulingen einen Auftritt, mit dem sie sich nicht hinter professionellen Wettbewerbern verstecken müssen.

Und immer wieder erkennt man: Sichtbarkeit entsteht nicht allein durch große Werbeetats, sondern durch kluge Strukturen. So hat auch die kleinste Ausgründung am Innovationsstandort Göttingen die Chance auf überregionale Aufmerksamkeit.

 

Vor allem im B2B-Geschäft unbedingt auf Digitalisierung setzen

Der Trend zur automatisierten Kundengewinnung ist längst mehr als eine Momentaufnahme – aber auch alles andere als Zukunftsmusik. Lange lebte das klassische B2B-Geschäft von persönlichen Kontakten und Messeauftritten, doch seit Jahren verlegt sich ein wachsender Teil der Kaufentscheidungen ins Netz. Interessenten recherchieren heute eigenständig, vergleichen Anbieter und treten oft erst dann in direkten Kontakt, wenn die Vorauswahl bereits gefallen ist.

Gerade für junge Deep-Tech-Unternehmen ist das eine echte Chance: Wer früh auf durchdachte digitale Prozesse setzt, konkurriert nicht länger über die schiere Größe des Werbebudgets, sondern über die Klugheit seiner Abläufe. Eine überzeugende Landingpage und eine automatisierte Nachfasskommunikation ersetzen auch in Zukunft kein persönliches Gespräch – doch sie können es gut vorbereiten und dafür sorgen, dass kein Kontakt im Alltagstrubel verloren geht. In einem Umfeld, in dem sich Kaufentscheidungen über viele Monate hinziehen, entscheidet die Beständigkeit dieses Kontakts häufig darüber, wer am Ende den Zuschlag erhält.

 

Zeit lässt sich eben doch kaufen

Ohne digitalisierte Kundenkommunikation wäre es kaum verwunderlich, wenn man einen Kundenkontakt irgendwann aus den Augen verliert. Denn wer aus einem Forschungsprojekt ein Unternehmen formt, jongliert selten mit einer einzigen Aufgabe.

  • Produktentwicklung,
  • Finanzierung,
  • Personal und
  • Verwaltung.

verteilen sich oft nur wenige Köpfe. Da bleibt meistens nur sehr wenig Zeit für aufwendige Vertriebsarbeit. Hier ist die Digitalisierung ein echter Gamechanger, schließlich arbeitet die Landingpage rund um die Uhr, sammelt Kontakte ein und stellt Fragen, ohne dass jemand am Schreibtisch sitzen muss. Die automatisierte Kommunikation greift diese Kontakte auf und pflegt sie weiter, während sich das Team längst dem nächsten Prototyp oder dem klassischen Kundengespräch zuwendet. Aus zwei einzelnen Bausteinen wird so ein durchgängiger Ablauf, der Interessenten Schritt für Schritt begleitet.

In der Skalierbarkeit dieses Systems liegt dabei ein besonderer Reiz: Ob sich zehn oder tausend Interessenten eintragen, macht für den Aufwand des Teams kaum einen Unterschied, denn die Prozesse laufen im Hintergrund in beiden Fällen automatisch und zuverlässig. Für ein Spin-off, dessen Ruf noch im Entstehen ist, kann jeder verlorene Kontakt schmerzen. Automatisierung ist daher keine technische Spielerei, sondern schlichte Notwendigkeit, um mit begrenzten Mitteln professionell aufzutreten.

 

Mit Landing-Page und E-Mail-Automation können auch kleinste Teams viel erreichen

Göttingen verbindet wissenschaftliche Spitzenforschung mit einem äußerst Startup-freundlichen Umfeld. Was den jungen Unternehmen häufig fehlt, ist also weder die zündende Idee noch das fehlende Netzwerk, sondern der professionelle Auftritt am Markt. Doch diese Aufgabe lässt sich auch ohne umfassende IT-Kenntnisse binnen kürzester Zeit anpacken und erledigen. Ob Internetauftritt oder automatische Kommunikation: Beides lässt sich mit überschaubarem Aufwand einrichten und entfaltet seine Wirkung selbst dann, wenn das Team gerade an ganz anderer Stelle gefordert ist. Der Weg vom Labor zum ersten Auftrag bleibt anspruchsvoll, doch mit den richtigen digitalen Bausteinen ist er für Göttinger Spin-offs heute besser begehbar als je zuvor.