Künstliche Intelligenz bereitet Unternehmen in der DACH-Region inzwischen fast doppelt so häufig Sorgen wie klassische Malware. Das zeigt der „Arctic Wolf 2026 AI & Cybersecurity Trends Report“. Demnach nennen fast doppelt so viele der befragten Führungskräfte Risiken rund um künstliche Intelligenz, Large-Language-Models (LLMs) und Agentic-AI als ihre größte Cybersecurity-Sorge – noch vor Malware.
Die Ergebnisse zeigen jedoch nicht, dass Unternehmen den Einsatz von KI bremsen wollen. Vielmehr verändert die neue Bedrohungslage die Anforderungen an ihren Einsatz. In der DACH-Region muss KI kontrollierbar sein, LLMs müssen ausdrücklich zugelassen werden und Menschen sollen bei sicherheitsrelevanten Entscheidungen eingebunden bleiben. Dasselbe Sicherheitsverständnis spiegelt sich auch bei der Auswahl von Cybersecurity-Anbietern wider: Ein regionales Security-Operations-Center (SOC) und digitale Souveränität spielen für viele Unternehmen eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen KI nicht als Ersatz für menschliche Expertise betrachten, sondern als Werkzeug, das kontrolliert und verantwortungsvoll eingesetzt werden muss“, so Christopher Fielder, Field CTO bei Arctic Wolf. „Mit der zunehmenden Verbreitung von KI steigen auch die Erwartungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen. Erfolgreiche Security-Strategien müssen deshalb die Geschwindigkeit und Skalierbarkeit von KI mit der Erfahrung und dem Urteilsvermögen menschlicher Analysten verbinden.“
Die wichtigsten Ergebnisse für die DACH-Region im Überblick:
- KI hat Malware als größte Cybersecurity-Sorge überholt. 38 Prozent der Befragten nennen Risiken rund um KI als ihre größte Herausforderung im Bereich Cybersicherheit – lediglich 21 Prozent sehen Malware noch an erster Stelle.
- Unternehmen wollen künstliche Intelligenz kontrolliert einsetzen. Sie legen Wert auf kontrollierbare KI, zugelassene LLMs und menschliche Aufsicht.
- Digitale Souveränität beeinflusst Security-Entscheidungen. Für 82 Prozent stärkt ein Security-Operations-Center innerhalb Europas das Vertrauen in einen Cybersecurity-Anbieter.
- Cyberangriffe haben weiterhin erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb. Fast jedes dritte Unternehmen in der DACH-Region, das von einer Sicherheitsverletzung betroffen war, berichtet von Betriebsunterbrechungen über mehrere Wochen.
Dies fügt sich in einen globalen Trend ein: Weltweit entwickeln sich Risiken rund um KI und LLMs zur größten Cybersecurity-Sorge von Unternehmen. Gleichzeitig erwarten Organisationen zunehmend KI-gestützte Sicherheitsfunktionen, stehen autonom handelnden KI-Systemen jedoch weiterhin zurückhaltend gegenüber und wollen kritische Entscheidungen nicht ohne menschliche Aufsicht treffen.
Info: Methodik des Reports
Der „Arctic Wolf 2026 AI & Cybersecurity Trends Report“ basiert auf einer weltweiten Befragung von 1.350 IT- und Security-Entscheidungsträgern. Für die DACH-Auswertung wurden die Ergebnisse aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gesondert analysiert.
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