Check Point Research stellt die Ergebnisse seines „State of Ransomware Q1 2026″-Berichts vor und stellt fest: Die Aktivitäten der Ransomware-Gruppen blieben auf hohem Niveau, auch wenn die Bedrohungslandschaft einem entscheidenden Wandel unterliegt. Denn im Fokus stehen wenige, aber leistungsfähige Ransomware-Gruppen. Die Sicherheitsforscher beobachten, dass diese Konzentration in Verbindung mit den Fähigkeiten der Angreifer und dem Einsatz von KI die potenziellen Auswirkungen jedes Angriffs erheblich erhöht.-
2.122 Unternehmen wurden im Q1 2026 erpresst: Bei Ransomware geht es nicht mehr um gelegentliche Spitzenwerte – sie hat sich auf einem gefährlich hohen Niveau eingependelt, gegen das sich Unternehmen kontinuierlich verteidigen müssen.
-
Auf die Top 10 der Ransomware-Gruppen entfielen 71 Prozent aller Opfer: Eine deutliche Umkehrung gegenüber dem fragmentierten Ökosystem von 2025. Weniger Gruppen sind nun für die meisten Angriffe verantwortlich. Das erhöht die Konsistenz, das Ausmaß und die Professionalität, aber auch den Einsatz, wenn ein Unternehmen angegriffen wird.
-
Qilin blieb das dritte Quartal in Folge die aktivste Gruppe: Sie verzeichnete 338 Opfer, während „The Gentlemen“ von 40 Opfern im vierten Quartal 2025 auf 166 im ersten Quartal 2026 (+315 Prozent) anstieg. Die anhaltende Dominanz zeigt, dass ausgereifte Ransomware-Operationen widerstandsfähig und schwer zu stören sind und wie vorab geschaffener Zugriff neue Akteure fast über Nacht zu großen Bedrohungen machen kann, selbst unter dem Druck der Strafverfolgungsbehörden.
-
Lockbit bestätigte sein Comeback mit 163 Opfern: Die Gruppierung kehrte nach einer vorübergehenden Unterbrechung in die globale Spitzenklasse zurück. Daraus folgt: Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden bremsen Gruppen aus, beseitigen sie aber nicht. Sie formieren sich neu, passen sich an und kehren mit modifizierten Strategien zurück.

“Lockbit und Qilin belegen hier die Plätze vier und fünf. Angesichts der zur Anzeige gebrachten 1.041 Fälle ist vor allem der Mittelwert von 456.335 US-Dollar an gezahlten Lösegeldern interessant. Denn in der bundesweiten Fallerhebung gaben lediglich 7 Prozent der Geschädigten von Ransomware an, Lösegeld gezahlt zu haben. Unsere Zahlen zeigen dazu im Vergleich, dass die umtriebigsten Gruppen sehr professionell vorgehen, und das spiegelt sich dann auch im BKA-Report wider.”













