Nach wie vor kämpfen Unternehmen in Deutschland und auf der ganzen Welt im Bereich Cybersicherheit mit einem signifikanten Fachkräftemangel und Defiziten im Bereich der Nachwuchsgewinnung. Ein Problem, das Organisationen hierbei oftmals übersehen, ist das zu oft nach den gleichen Profilen gesucht wird. Es ist an der Zeit, dies anzupassen und einen größeren Pool an bisher oftmals übersehenen Talenten ins Visier zu nehmen, um Cybersicherheit und KI mit den notwendigen neuen Perspektiven voranzubringen.
Irina Tolda, Channel Director DACH bei Filigran: „Seit Jahren diskutieren wir über den Fachkräftemangel in der Cybersecurity. Gleichzeitig lassen wir einen erheblichen Teil des verfügbaren Potenzials ungenutzt, weil wir weiterhin an traditionellen Karrierewegen und starren Anforderungsprofilen festhalten. Gerade in einer zunehmend KI-getriebenen Welt brauchen wir nicht mehr Menschen, die gleich denken, sondern Menschen, die bestehende Annahmen hinterfragen und neue Perspektiven einbringen. Die Zukunft der Cybersecurity wird nicht allein durch bessere Technologien bestimmt, sondern vor allem durch unsere Fähigkeit, unterschiedliche Kompetenzen, Erfahrungen und Denkweisen zusammenzubringen.”
Narinder Kapoor Shetge, Sales Director DACH bei Filigran: „Der gefährlichste Satz in der Cybersicherheit und bei künstlicher Intelligenz lautet: ‚Das haben wir schon immer so gemacht.‘ Diese Denkweise ist selbst eine Schwachstelle. KI spiegelt die Annahmen und Denkmuster der Menschen wider, die sie entwickeln. Wenn alle gleich denken, besteht die Gefahr, dass diese Denkmuster durch KI automatisiert und in großem Maßstab verstärkt werden. Angreifer sind kreativ und vielfältig. Unsere Verteidigung muss es auch sein.“
Einat Argon, Manager Customer Success bei Filigran und Mitbegründerin von „Women in CTI”: Cybersicherheit ist im Kern die Disziplin, vorauszusehen, was andere übersehen werden. Dennoch entwickeln wir viele unserer Abwehrmaßnahmen, und übrigens auch Künstliche Intelligenz, in Umgebungen, in denen alle dazu neigen, dieselben Fragen zu stellen.
Hier klafft die eigentliche Perspektivlücke: Es geht nicht darum, lediglich Kennzahlen im Bereich der Diversität zu erfüllen, sondern es geht darum, die blinden Flecken, die uns bei der Modellierung von Bedrohungen, dem Produktdesign und der Risikoabschätzung noch immer zurückhalten, zu identifizieren und zu adressieren.
Durch meine tägliche Zusammenarbeit mit Sicherheitsteams in der gesamten EMEA-Region stelle ich fest, dass die stärksten unter ihnen fundierte technische Kenntnisse mit der Fähigkeit verbinden, Risiken in geschäftliche Entscheidungen umzusetzen. Sie alle kommen dabei aus sehr unterschiedlichen Bereichen.
Da KI immer mehr repetitive Aufgaben übernimmt, werden Urteilsvermögen, Kontextverständnis und Kommunikation zu den Fähigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Wenn wir die Qualifikationslücke schließen wollen, müssen wir aufhören, bei der Talentsuche die immer gleichen Profile einzustellen, und den Talenten, die wir bisher übersehen haben, die Türen öffnen.“
Mary D’Angelo, Senior Solutions Lead bei Filigran und Mitbegründerin von Women in Cyber-Threat-Intelligence (WCTI): „Wir können es uns nicht mehr leisten, das Talent von Frauen zu übersehen, denn dafür steht in Sachen Cybersicherheit derzeit zu viel auf dem Spiel. Da Angreifern schon ein einziger blinder Fleck reicht, brauchen wir Menschen, die diese aufdecken, indem sie neue Fragen stellen, bestehende Annahmen hinterfragen und das erkennen, was anderen entgeht.“
Filigran hat zudem kürzlich das kostenlose E-Book „Women in CTI: The Careers, Lessons, and Stories Shaping Cyber Threat Intelligence“ veröffentlicht. Im Buch enthalten sind die Geschichten von 16 Frauen, die berichten, wie ihr Weg in die CTI-Branche verlief und warum sie bis heute in einer der wichtigsten Sparten der Cybersecurity arbeiten.
#Filigran










