Microsoft Research veröffentlicht im Wissenschaftsmagazin Nature neue Forschungsergebnisse zum Project Silica – bei dem erforscht wird, wie man digitale Informationen bis zu 10.000 Jahre lang in einem auf Glas basierendem Speichermedium aufbewahren könnte. Das Projekt ist gerade dabei, mehrere Hürden der Praxistauglichkeit zu überwinden: Materialkosten und -verfügbarkeit, Schreibgeschwindigkeit sowie die Vereinfachung des Auslesens der Daten.
Die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst:
- Borosilikatglas statt hochreinem Fused Silica (Quarzglas): Das Speicherverfahren funktioniert jetzt auch in Borosilikatglas – welches günstiger und einfacher verfügbar ist als Quarzglas.
- Schnelleres Schreiben durch Parallelisierung: Fortschritte beim High-Speed Writing (u. a. Multi-Beam-Ansatz) erhöhen die Speichergeschwindigkeit.
- Vereinfachtes Auslesen: Um die Daten wieder lesen zu können, braucht es jetzt nur mehr eine Kamera (statt bislang 3 oder 4) – und das bedeutet weniger Hardware und potenziell geringere Kosten.
- Neue Speichermethode („Phase Voxels“): Informationen werden über phasenbasierte Voxel geschrieben. Dafür genügt jetzt je ein Laserpuls, was das System vereinfacht.
- Langlebigkeit und Verlässlichkeit: Beschleunigte Alterungstests und eine optische, nicht-destruktive Methode zur Bewertung der Integrität des Speichermediums stützen die Annahme einer sehr langen Haltbarkeit (Zielgröße: 10.000 Jahre).
Als Forschungsinitiative hat Project Silica diese Fortschritte zudem in mehreren Proofs of Concept demonstriert, darunter:
- Speicherung des Warner Bros.-Films „Superman“ auf Quarzglas,
- eine Kooperation mit Global Music Vault, um Musik unter Eis für 10.000 Jahre aufzubewahren,
- sowie das Studenten-Projekt „Golden Record 2.0“, ein digital kuratiertes Archiv aus Bildern, Geräuschen, Musik und Sprache, das durch Crowdsourcing zusammengestellt wurde, um die Vielfalt der Menschheit über Jahrtausende zu repräsentieren und zu erhalten.
Info: Weitere Details finden sich im aktuellen Blog Post.
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