Vor allem mittelständische Unternehmen geraten an den Feiertagen verstärkt ins Visier von Cyberkriminellen. Besonders betroffen sind Handel, Logistik, Hotellerie und Gastronomie sowie Produktionsbetriebe. Mit wenigen, gezielten Maßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich senken.Feiertage als strategisches Zeitfenster für Bedrohungsakteure
Hoher operativer Druck erhöht den Erpressungshebel
Angriffe kommen bewusst außerhalb der Kernzeiten
Mittelstand besonders gefordert
So können sich Unternehmen vorbereiten
- Klare Erreichbarkeit und Entscheidungswege sicherstellen: Für die Zeit vom 24. Dezember bis zum 6. Januar sollten verbindliche Rufbereitschaften definiert sein – inklusive Stellvertretungen, klarer Eskalationsstufen und aktueller Kontaktlisten. Das gilt nicht nur intern, sondern auch für externe IT-Dienstleister, Versicherer und spezialisierte Notfallpartner.
- Technische Basis absichern, bevor der Betrieb runterfährt: Vor den Feiertagen sollten sicherheitsrelevante Updates eingespielt, unnötige Fernzugänge deaktiviert und Mehrfaktor-Authentifizierung für administrative sowie externe Zugriffe konsequent genutzt werden. Backups sollten nicht nur vorhanden, sondern auch getestet sein – also tatsächlich wiederhergestellt werden können. Wichtig ist zudem, dass Warnmeldungen aus der IT-Sicherheit zuverlässig an die Feiertags-Rufbereitschaft weitergeleitet werden.
- Mitarbeitende gezielt sensibilisieren: Eine kurze, prägnante Information kurz vor den Feiertagen zu typischen saisonalen Phishing-Maschen reicht oft aus, um die Aufmerksamkeit zu schärfen. Entscheidend ist dabei, den Meldeweg für verdächtige E-Mails klar und niedrigschwellig zu kommunizieren.
- Krisenfall einmal durchspielen: Ein kurzes Tabletop-Exercise – etwa die Frage „Was tun wir bei einem Ransomware-Angriff am 27. Dezember?“ – hilft, Rollen, Zuständigkeiten und Kommunikationswege zu klären. Schon eine Stunde mit Geschäftsführung, IT und Kommunikation kann im Ernstfall wertvolle Zeit sparen.













