Arctic Wolf veröffentlicht die Ergebnisse seines „Cyber Insurance Report 2025″. Die Studie beleuchtet den globalen Cyberversicherungsmarkt und zeigt: In der DACH-Region ist die Verbreitung von Cyberversicherungen am höchsten – 54 % der von Brokern betreuten Kunden sind versichert (global: 47 %). Gleichzeitig ist die Zahl der von Ransomware betroffenen Unternehmen (22 %) hier am höchsten (global: 18 %).

„Die DACH-Region ist beim Policenabschluss führend, doch die Angreifer sind hier auch besonders aktiv“, so Dr. Sebastian Schmerl, VP Security Services EMEA bei Arctic Wolf. „Nur wer ein 24/7-Monitoring durchführt – etwa durch ein Security Operations Center – und mit Incident-Response-Readiness und klaren Policen kombiniert, kann Schäden und Prämien langfristig im Griff behalten.“
Entwicklungen im Überblick:
- Anspruchsverhalten: Weltweit meldeten nur 12 % der Versicherten im vergangenen Jahr einen Schaden. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Cyberangriffe könnte dieser Wert darauf hindeuten, dass Kunden möglicherweise zögern, Schadensmeldungen einzureichen.
- Die häufigste Schadensart: Ransomware, gefolgt von Datenpannen, Social-Engineering/Phishing und Diebstahl von finanziellen Mitteln.
- Prämien und Anforderungen: 53 % der Versicherer verzeichneten steigende Prämien in den letzten zwölf Monaten, 72 % erwarten weitere Erhöhungen.
- Ablehnung von Versicherungsanträgen: Bei der Ablehnung von Anträgen nennen Versicherer weltweit am häufigsten fehlende Sicherheitskontrollen (26 %). In DACH hingegen mit 27 % überdurchschnittlich oft die finanzielle Instabilität des Antragstellers.
- Sicherheitsvorgaben: Häufigste Anforderungen für den Policenabschluss sind E-Mail-Sicherheit, Netzwerksicherheit, Backups, Multi-Faktor-Authentifizierung und 24/7-Security-Operations-Center (SOC)/Managed-Detection and Response (MDR). Die drei wichtigsten Anforderungen in DACH sind Backups (58 %), E-Mail-Sicherheit (57 %) und Netzwerksicherheit (50 %).
- SOC/MDR-Effekt: Unternehmen mit 24/7-SOC oder MDR verzeichnen deutlich geringere Schadenssummen (Median: 75.000 USD vs. 3 Mio. USD bei reiner Endpoint-Security).
Methodik:
Für den Report wurden im Mai 2025 insgesamt 400 Fachleute aus Broker- und Carrier-Häusern in den USA/Kanada, UK/Irland, Österreich, Deutschland, Schweiz sowie Australien/Neuseeland befragt. Ergänzt wurden die Ergebnisse durch Daten aus dem Arctic-Wolf-2025-Threat-Report und dem 2025-Trends-Report sowie dem Arctic-Wolf-2024-Cyber-Insurance-Report.
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