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Gefahrenpotenzial durch Streaming-Schnorrer

10. Mai 2022

Zahlreiche Gratis-Account-Nutzer geben die Zugangsdaten einfach weiter, ohne zu ahnen, dass deren Besitzer sie auch  für ihre Bankkonten verwenden, so eine aktuelle Studie von Beyond Identity, die zudem untersucht hat,  wie viele Menschen ihre Streaming-Logins tauschen oder an Dritte weitergeben – und wie schwierig es ist, dieses Teilen von Zugängen wieder zu unterbinden.

Eine Befragung von 1.015 Personen hat ergeben, dass es bei den Streaming-Diensten im Durchschnitt pro Account mindestens zwei Profiteure gibt – also Personen, die ein Konto nutzen, ohne dafür zu bezahlen. Netflix war dabei die beliebteste Plattform für die Weitergabe von Passwörtern, aber auch Disney+ und Amazon-Prime-Video sind davon betroffen. Für die Streaming-Anbieter bedeutet diese (teils illegale) Passwortweitergabe finanzielle Verluste: So weist die Untersuchung für alle Streaming-Plattformen zusammen einen potenziellen Verlust von rund 640 Euro pro „Schnorrer“ jährlich aus.

 

„Streaming-Schnorrer“ sind hartnäckig

Um sich zur gegebenen Zeit von diesen Nutznießern wieder zu trennen, änderte laut Umfrage jeder vierte Kontobesitzer einfach das Passwort in der Hoffnung, den Account wieder für sich allein zu haben. Doch 30 Prozent der Trittbrettfahrer ließen sich davon nicht abschrecken und baten die Kontobesitzer, ihnen auch die neuen Anmeldedaten zu überlassen. Zudem mussten viele Account-Besitzer feststellen, dass ihre Anmeldedaten einfach ohne ihr Wissen weitergegeben worden waren, obwohl 48 Prozent der Nutznießer mit dem legitimen Kontobesitzer zusammenlebten. Dieser Umstand stört nicht nur die Sehgewohnheiten, sondern birgt auch die Gefahr, dass persönliche Daten gestohlen werden – vor allem, wenn das Passwort noch für weitere Anmeldungen verwendet wird.

 

Das Streaming-Passwort wird nicht selten auch im Banking eingesetzt

Tatsächlich räumten mehr als 10 Prozent der Kontobesitzer ein, dass sie ein und dasselbe Passwort sowohl für ihre Streaming-Abonnements als auch für ihre Bankkonten verwendeten. 36 Prozent benutzten dieselben Passwörter zudem für ihre persönlichen E-Mail-Konten. Die kontenübergreifende Verwendung eines Passworts mag für die Nutzer bequem sein, doch birgt es hohe Sicherheitsrisiken – insbesondere, wenn die Kontobesitzer nicht wissen, wer ihre sensiblen Passwörter mit anderen teilt.

#BeyondIdentity

Tags:Amazon-Prime-VideoBeyond IdentityCybercrimeCybersecurityDisney+NetflixPasswortSecurityStreaming-DiensteStreaming-LoginStreaming-Schnorrer
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Ralf Ladner10. Mai 2022

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