Flashlight-Adware auf Google-Play im Rampenlicht

Check-Point-180104_LightsOut_BlogDie Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies haben die neue Adware „LightsOut“ in Google-Play entdeckt. Die Malware wurde in 22 unterschiedlichen Flashlight- und Dienstprogramm-Anwendungen im offiziellen App-Store von Google gefunden. Dabei geht man von einer erreichten Verbreitung von 1,5 Millionen bis 7,5 Millionen Downloads aus. Ziel von Lightsout war die Generierung illegaler Werbeeinnahmen auf Kosten seiner ahnungslosen Opfer.

Check Point informierte Google über alle Apps, die diese Malware enthielten und Google entfernte sie daraufhin unverzüglich aus dem Google-Play-Store. Falls Leser infiziert wurden, sollten diese die App so schnell wie möglich manuell entfernen.

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In einem Video zeigen die Sicherheitsforscher auf, wie die bösartige App Nutzern eine Checkbox sowie ein Bedienfeld anbietet. Dort können dann zusätzliche Dienste, darunter auch die Darstellung von Werbeanzeigen, aktiviert oder deaktiviert werden. Die Werbeanzeigen lösen WiFi-Verbindungen jeglicher Art aus, beenden Anrufe, schließen Ladegeräte an oder Sperren das Display. Beschließt der Nutzer, diese Funktionen zu deaktivieren, kann Lightsout diese Entscheidung außer Kraft setzen und die Werbeanzeigen weiterhin, vom Kontext losgelöst, anzeigen. Die Werbeanzeigen sind nicht direkt mit der Aktivität von Lightsout verbunden. Deshalb wird der Nutzer wahrscheinlich kaum erkennen, was sie ausgelöst hat, und selbst, wenn er das tut, wird er nicht in der Lage sein, das Icon der App zu finden und manuell von seinem Gerät zu entfernen.

Zentrale Erkenntnisse:

Cloud-fähige Plattformen, wie App-Stores, verfügen über eigene Sicherheitseinrichtungen – tatsächlich hat Google kürzlich wichtige Initiativen zur Verbesserung der Sicherheit von Google-Play auf den Weg gebracht – aber Nutzer müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie auch eigene Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen. Ob Google-Play oder Google-Cloud, in Sachen Cybersicherheit teilen sich Anbieter wie Google die Rolle mit dem Nutzer zu gleichen Teilen. Fehlt der mobile Anti-Virus-Schutz, betreten Nutzer App-Stores ohne sich über den Schutz gegen diese zweifelhaften Flashlight-Apps Gedanken zu machen.
Weitere Informationen:
Für weitere Informationen über die Funktionsweise dieser bösartigen mobilen App-Malware besuchen Sie unseren Research-Blog: https://research.checkpoint.com

Für weitere Details zur Frage, wie Nutzer ihr Telefon schützen können, gibt es Lösungen wie Sandblast-Mobile. Solche Lösungen verfügen über die höchsten Bedrohungserkennungsraten bei iOS und Android. Sandblast-Mobile hat laut einem Bericht 70 Prozent der gesamten Malware auf Android erkannt.

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